Porträt von Chris Enya Sprengard

Hey! Schön, dass du hierher gefunden hast und ich mich dir vorstellen darf. Schau dich in Ruhe um. Ob gemeinsames Projekt oder einfach eine Frage: Ich freue mich über deine Nachricht.

Wirtschaftspsychologin (B. Sc.) · M. Sc. Angewandte Psychologie, Abschluss voraussichtlich März 2027

  • Arbeits- und Organisationspsychologie
  • Wirtschaftspsychologie
  • Wohlbefinden und Arbeitsbedingungen
  • Persönlichkeit und Teams
  • Positive Psychologie und ihre Kritik
  • Forschung, Diagnostik, Konzeption und Evaluation

Wobei ich unterstützen kann

Genau hinschauen, bevor etwas verändert wird

Befragungen und Interviews

Fragestellung schärfen, Fragebogen oder Leitfaden entwickeln, Daten erheben und qualitativ oder quantitativ auswerten.

Passende Instrumente

Geeignete Skalen recherchieren, anpassen und prüfen, damit gemessen wird, was gemessen werden soll.

Wirkung prüfen

Maßnahmen und Angebote evaluieren, zum Beispiel mit Vorher-nachher-Befragungen, und Ergebnisse ehrlich einordnen.

Forschung verständlich machen

Studien kritisch lesen und so aufbereiten, dass sie im Arbeitsalltag weiterhelfen, als Text, Beitrag oder Vortrag.

Projekte

Woran ich gearbeitet habe

Forschung · Masterarbeit 2026 · Note 1,0

Mumpreneurship in Form digitaler Soloselbstständigkeit

Qualitative Interviewstudie darüber, welche Herausforderungen, Ressourcen und (internalisierten) Ansprüche digitale Soloselbstständigkeit mit Care-Verantwortung prägen, am Beispiel von Müttern. Zwölf Interviews, ausgewertet nach Mayring. Herausgekommen ist ein Kategoriensystem mit 80 Codes auf fünf Ebenen. Ein zentrales Muster: Dieselben Bedingungen können je nach Kontext Ressource oder Belastung sein.

Zu den Details der Arbeit →

Testentwicklung · Studienarbeit im Team · 2026

Ein Kurzinstrument für persönliche Passung in Gründungsteams

Für eine Gründungsplattform, die Co-Founder zusammenbringt, haben wir einen Fragebogen zu acht Persönlichkeitsmerkmalen entwickelt: Big Five, grundlegende Selbstbewertungen (Core Self-Evaluations), emotionale Intelligenz und Resilienz. So kann das Matching neben Fähigkeiten auch die persönliche Passung berücksichtigen.

Dafür haben wir per Literaturrecherche geeignete Skalen ausgewählt, angepasst, in zwei Studien geprüft und zu kurzen, normierten Skalen verdichtet. Die Ergebnisse gehören der Plattform und sind deshalb nicht öffentlich.

Organisationsanalyse · Hausarbeit im Team · 2026

Warum gibt es trotz Gleichbehandlungsregeln Diskriminierung in Organisationen?

Ausgehend von Max Webers Bürokratie haben wir Erklärungen in einer 2×2-Matrix geordnet: Diskriminierung kann bewusst oder unbewusst entstehen, bei einzelnen Personen oder in Regeln und Verfahren. Ein Schwerpunkt lag auf scheinbar neutralen Regeln, die bestimmte Gruppen faktisch benachteiligen, etwa sichtbar an der gläsernen Decke.

Unser Fazit: Organisationen sollten nicht nur fragen, ob ihre Regeln alle gleich behandeln, sondern auch, wen diese Regeln stillschweigend voraussetzen.

Mythos oder Evidenz?

Stimmt das eigentlich?

Sechs verbreitete Annahmen, die ich mir genauer angesehen habe. Manche halten, manche nicht. Tipp erst und klapp dann auf.

„40 Prozent unseres Glücks liegen in unserer Hand.“Auflösen

Eher Mythos

Die bekannte Aufteilung in Gene, Umstände und eigene Aktivitäten hat kaum eine empirische Grundlage. Die Lebensumstände werden vermutlich unterschätzt.

Brown & Rohrer (2020). Mehr dazu im Blog →

„Die Bedürfnispyramide stammt von Maslow.“Auflösen

Das Bild ist ein Mythos

Maslow hat nie eine Pyramide gezeichnet. Er unterschied zwar Mangel- und Wachstumsbedürfnisse, beschrieb die Reihenfolge aber nicht als starr: Mehrere Bedürfnisse können zugleich wirken, auch wenn die „unteren“ nur teilweise erfüllt sind. Die Pyramide geht auf den Berater Charles McDermid zurück (1960).

Die Bedürfnisse selbst sind damit nicht vom Tisch: In Daten aus 123 Ländern hingen sie weltweit mit Wohlbefinden zusammen. Die Reihenfolge ihrer Erfüllung spielte dafür aber kaum eine Rolle.

Maslow (1943), doi:10.1037/h0054346; Bridgman, Cummings & Ballard (2019), doi:10.5465/amle.2017.0351; Tay & Diener (2011), Journal of Personality and Social Psychology, 101(2), 354–365.

„Arbeitslosigkeit schlägt auf die Psyche.“Auflösen

Gut belegt

Eine Metaanalyse über 237 Quer- und 87 Längsschnittstudien fand bei Arbeitslosen im Schnitt mehr psychische Belastung (mittlerer Effekt). Längsschnitte sprechen dafür, dass Arbeitslosigkeit die Belastung mitverursacht. In Ländern mit schwacher sozialer Absicherung war der Effekt stärker.

Paul & Moser (2009). doi:10.1016/j.jvb.2009.01.001

„Gute Beziehungen verlängern das Leben.“Auflösen

Zusammenhang gut belegt

In 148 Studien mit über 300.000 Teilnehmenden lebten sozial stärker eingebundene Menschen im Schnitt länger. Der Zusammenhang war ähnlich groß wie bei bekannten Risikofaktoren. Weil es Beobachtungsstudien sind, lassen sich Ursache und Wirkung nicht ganz trennen.

Holt-Lunstad, Smith & Layton (2010). doi:10.1371/journal.pmed.1000316

„Wir lernen besser, wenn der Unterricht zu unserem Lerntyp passt.“Auflösen

Mythos

Viele Menschen haben Vorlieben, wie sie lernen. Dass Unterricht im „passenden“ Lerntyp zu besseren Ergebnissen führt, ließ sich in den wenigen sauber angelegten Experimenten aber nicht bestätigen.

Pashler, McDaniel, Rohrer & Bjork (2008). doi:10.1111/j.1539-6053.2009.01038.x

„Ein konkreter Wenn-dann-Plan hilft, Vorsätze umzusetzen.“Auflösen

Gut belegt

Wer vorher festlegt, wann, wo und wie gehandelt wird („Wenn X passiert, dann tue ich Y“), erreichte Ziele im Schnitt besser. Über 94 Tests hinweg zeigte sich ein mittlerer bis großer Effekt.

Gollwitzer & Sheeran (2006). doi:10.1016/S0065-2601(06)38002-1

Kontakt

Lust auf einen Austausch?

Ab Frühjahr 2027 bin ich open to work. Auf Gespräche zu Stellenangeboten, Kooperationen oder freiberuflicher Mitarbeit freue ich mich schon jetzt. Ob Frage, Idee oder Zusammenarbeit: Schreib mir gern.